Welche Fristen gelten für die Abgabe einer Einkommensteuererklärung?

Was bedeutet Pflichtveranlagung oder Antragsveranlagung?

Die Abgabe der Steuererklärung ist in Deutschland grundsätzlich mit dem Ablauf einer Abgabefrist verbindend. Welche Frist das ist, hängt davon ab, ob eine Abgabe erforderlich ist (pflichtveranlagt) oder die Steuererklärung aus freien Stücken abgegeben werden kann (Antragsveranlagung). Hierbei unterscheiden sich die definierten Termine zur Abgabe der Steuererklärung zum Teil erheblich.

Es ist daher zunächst wichtig zu wissen zu welcher Gruppe man gehört. In den meisten Fällen sind Arbeitnehmer ohne Nebeneinkünfte nicht pflichtig eine Steuererklärung einzureichen. Zu einer Pflichtveranlagung kommt es erst, wenn sich etwas an der finanziellen Situation des Steuerpflichtigen ändert. Das können beispielsweise zusätzliche Einkünfte neben dem Gehalt wie Elterngeld, Einnahmen aus Nebengewerbe oder Erträgen aber auch eine Heirat sein. Insbesondere bei einer Heirat ändern sich oft die einzelnen Lohnsteuerklassen der Beteiligten, so dass eine Steuererklärung zur Pflicht wird.

Die Fristen für die Einkommensteuererklärung

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Sind Sie zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, dann gilt für Sie seit ab dem Steuerjahr 2018 der 31. Juli 2019 als finaler Abgabetermin für die Einkommensteuererklärung. Werden Sie durch einen Steuerberater vertreten, dann verlängert sich die Abgabefrist durch den sogenannten „erhöhten Verwaltungsaufwand“ ohne Ihr Zutun bis Ende Februar des Folgejahres. Gleichzeitig haben sich die Auflagen für Verspätungszuschläge zugespitzt.

So müssen Steuerpflichtige, die zum Einreichen einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind eine siebenjährige Frist hinnehmen innerhalb dieser das Finanzamt die Steuererklärung nachfordern kann. Für diesen Fall sollten Sie unbedingt Ihre Belege aufheben sonst schätzt das Finanzamt Ihre Steuerlast.

Sind Sie jedoch nicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet, dann haben Sie insgesamt vier Jahre Zeit Ihren Lohnsteuerausgleich zu machen. Schaffen Sie es nicht die Steuererklärung innerhalb dieser vier Jahren nach Ablauf des Steuerjahrs anzugeben, dann tritt die sogenannte Festsetzungsverjährung ein und die Steuerbehörde berücksichtigt die Steuererklärung nicht mehr.

Zu spät dran? Es gibt eventuell noch Möglichkeiten

Fall Sie es nicht mehr schaffen die Frist einzuhalten sollten Sie sofort das Finanzamt kontaktieren und so schnell wie möglich eine Fristverlängerung beantragen. Was Sie jedoch nicht machen sollten, ist die Situation auf die leichte Schulter nehmen. Am besten per eMail oder Brief beim zuständigen Finanzamt melden und um eine Fristverlängerung bitten. In der Regel räumt Ihnen das Finanzamt drei bis vier Monaten Aufschub ein, wenn Sie eine glaubwürdige Begründung für die Verzögerung angeben können. Ist die Erklärung jedoch fast fertig und wird unmittelbar nach dem Ablauf der Frist abgegeben, dann haben Sie in der Regel keine Sanktionen seitens des Finanzamts zu befürchten.

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